Verfasst vom Plenthera-Team (orthomolekular geschult). Wissenschaftlich geprüft im Oktober 2026. Zuletzt aktualisiert: 6. Oktober 2026.
Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin, das für eine normale Blutgerinnung und für starke Knochen gebraucht wird. Es gibt zwei Hauptformen: K1 aus grünem Gemüse und K2 aus fermentierten und tierischen Lebensmitteln. Bei Plenthera finden Sie Vitamin K2 vor allem in Kombination mit Vitamin D3: D3 + K2 von Plent und Vitals, KD Ultra von Arthur Andrew Medical mit K1 und zwei K2-Formen sowie eine Knochen- und Zahnformel von Vitals.
Welches Vitamin K passt zu Ihnen?
Übersicht der gängigen Vitamin-K-Formen auf dem Markt. Bei Plenthera führen wir derzeit Vitamin K2 in Kombination mit Vitamin D3.
| Form | Vitamin K pro Portion | Am besten für |
|---|---|---|
| K2 (MK-7) + D3 (bei Plenthera) | 75–90 µg | Tägliche Kombination für die Knochen |
| K1 + K2 (MK-4 und MK-7) + D3 (bei Plenthera) | gut 1.700 µg | Hoch dosierte Formel mit mehreren K-Formen |
| K2 in einer Knochenformel (bei Plenthera) | 180 µg | Mit Calcium, Magnesium, D3 und Silizium |
| Einzelnes K2 (MK-7) | 45–200 µg | Ohne Vitamin D |
| Einzelnes K1 | unterschiedlich | Gezielte K1-Ergänzung |
Was ist Vitamin K?
Vitamin K ist eine Gruppe fettlöslicher Vitamine. Der Körper braucht Vitamin K, um Gerinnungsproteine und Proteine im Knochen wie Osteocalcin zu aktivieren.
Der Name kommt von „Koagulation“ (Gerinnung). Vitamin K1 (Phyllochinon) steckt vor allem in grünem Blattgemüse wie Grünkohl, Spinat und Brokkoli. Vitamin K2 (Menachinone) steckt in fermentierten Lebensmitteln wie Natto und Käse sowie in Eigelb und Fleisch; einen Teil bilden auch Darmbakterien. Ein Mangel ist bei Erwachsenen selten. Neugeborene haben wenig Vitamin K und erhalten es in Deutschland deshalb im Rahmen der ersten Vorsorgeuntersuchungen.
Neben der Gerinnung wird die Rolle von Vitamin K beim Einbau von Calcium in den Knochen und bei der Vermeidung von Kalkablagerungen in den Blutgefäßen erforscht. Bevölkerungsstudien fanden Zusammenhänge zwischen einer höheren K2-Zufuhr und weniger Gefäßverkalkung; ob eine Ergänzung denselben Effekt hat, wird noch untersucht.
Vitamin K und EFSA – was ist wissenschaftlich anerkannt?
Für Vitamin K sind folgende gesundheitsbezogene Angaben zugelassen (Verordnung (EU) 432/2012):
„Vitamin K trägt zu einer normalen Blutgerinnung bei.“
„Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.“
Die Claims gelten bei einer täglichen Zufuhr, die mindestens 15 % des Referenzwerts (75 µg) liefert, also mindestens 11,25 µg Vitamin K. Das trifft auf alle Produkte in dieser Kategorie zu.
Die EFSA hat für Vitamin K keine tolerierbare Obergrenze festgelegt. Das BfR empfiehlt für Nahrungsergänzungsmittel (ab 15 Jahren) eine Höchstmenge von 80 µg Vitamin K1 und 25 µg Vitamin K2 pro Tagesdosis. Alle Produkte in dieser Kategorie liegen beim Vitamin K2 darüber: D3 + K2 von Plent mit 75 µg, K2 + D3 von Vitals mit 90 µg, die Knochen- und Zahnformel Pro von Vitals mit 180 µg und KD Ultra mit 1.610 µg K2 sowie 100 µg K1. Für gesunde Menschen sind bei diesen Mengen keine nachteiligen Wirkungen bekannt; wer Gerinnungshemmer vom Cumarin-Typ einnimmt, sollte Vitamin K nur unter ärztlicher Kontrolle verwenden.
K1, MK-4 oder MK-7 – was ist der Unterschied?
K1 (Phyllochinon): die Form aus grünem Gemüse. Wird vor allem in der Leber für die Gerinnung genutzt und bleibt relativ kurz im Blut.
K2 als MK-4 (Menachinon-4): eine kurze K2-Form aus tierischen Lebensmitteln. Wird schnell aus dem Blut in die Gewebe aufgenommen; in Supplements meist höher dosiert.
K2 als MK-7 (Menachinon-7): eine lange K2-Form aus Natto. Bleibt in Studien deutlich länger im Blut als K1 und MK-4, sodass eine niedrige Dosis pro Tag ausreicht. Die meisten K2-Supplements enthalten MK-7, oft in der All-trans-Form.
Vitamin K bei Plenthera und andere Formen auf dem Markt
Vitamin K2 mit D3 – bei Plenthera
D3 + K2 (MK-7) von Plent (90 Kapseln) liefert 75 µg Vitamin K2 und 50 µg Vitamin D3 pro Kapsel. Vitamin K2 + D3 von Vitals (60 Softgels) enthält 90 µg K2 (MK-7, K2VITAL) und 25 µg D3 aus Algen pro Softgel. KD Ultra von Arthur Andrew Medical (90 Kapseln) kombiniert pro Kapsel 100 µg K1, 1.500 µg K2 als MK-4 und 110 µg als MK-7 mit 62,5 µg D3 aus Flechten.
Vitamin K2 in einer Knochenformel – bei Plenthera
Die Knochen- und Zahnformel Pro von Vitals (60 Tabletten) liefert pro 2 Tabletten 180 µg K2 (MK-7), 50 µg D3, 200 mg Calcium, 100 mg Magnesium und Silizium.
Andere Formen auf dem Markt
Einzelnes K2 (MK-7) ohne Vitamin D, einzelnes K1 und Natto als Lebensmittel. Führen wir derzeit nicht. Vitamin K ist außerdem in vielen Multivitaminen enthalten.
Wie wenden Sie Vitamin K an?
- Nehmen Sie Gerinnungshemmer vom Cumarin-Typ wie Phenprocoumon ein? Verwenden Sie dann kein Vitamin-K-Supplement ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.
- Halten Sie sich an die Verzehrempfehlung auf dem Etikett.
- Nehmen Sie Vitamin K zu einer Mahlzeit ein, die etwas Fett enthält; es ist fettlöslich.
- Achten Sie bei Kombinationsprodukten auch auf das Vitamin D: Addieren Sie Vitamin D aus mehreren Produkten und bleiben Sie unter der EFSA-Obergrenze von 100 µg pro Tag.
- Sind Sie schwanger oder stillen Sie? Sprechen Sie dann vorher mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt.
Mythen und Missverständnisse über Vitamin K
Mythos 1: „Wer viel Gemüse isst, hat genug K2.“
Gemüse liefert vor allem K1. K2 stammt aus fermentierten und tierischen Lebensmitteln. Ob dieser Unterschied für die Gesundheit eine Rolle spielt, wird noch erforscht; beide Formen tragen zur Erhaltung normaler Knochen bei.
Mythos 2: „Vitamin K2 macht Arterienverkalkung rückgängig.“
Nicht belegt. Bevölkerungsstudien bringen eine höhere K2-Zufuhr mit weniger Gefäßverkalkung in Verbindung, aber dass eine Ergänzung bestehende Verkalkungen rückgängig macht, ist nicht bewiesen.
Mythos 3: „Vitamin K macht das Blut dicker.“
Bei gesunden Menschen führt zusätzliches Vitamin K nicht zu einer übermäßigen Gerinnung. Es kann jedoch die Wirkung von Gerinnungshemmern vom Cumarin-Typ abschwächen.
Vitamin K mit anderen Supplements kombinieren
- Vitamin D: Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme/Verwertung von Calcium und Phosphor bei.
- Calcium: Calcium wird für die Erhaltung normaler Knochen benötigt.
- Magnesium: Magnesium trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.
- Starke Knochen: alle Supplements rund um das Thema Knochen im Überblick.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Vitamin K1 und K2?
K1 (Phyllochinon) steckt vor allem in grünem Blattgemüse. K2 (Menachinone) stammt aus fermentierten Lebensmitteln wie Natto und Käse sowie aus tierischen Lebensmitteln und wird teilweise von Darmbakterien gebildet. Beide tragen zu einer normalen Blutgerinnung und zur Erhaltung normaler Knochen bei.
Was ist MK-7?
MK-7 (Menachinon-7) ist eine Form von Vitamin K2, die natürlicherweise in Natto vorkommt. Sie bleibt in Studien länger im Blut als K1 und MK-4, sodass eine Dosis pro Tag ausreicht.
Darf ich Vitamin K mit Blutverdünnern einnehmen?
Nicht ohne Rücksprache. Vitamin K kann die Wirkung von Gerinnungshemmern vom Cumarin-Typ wie Phenprocoumon abschwächen. Das BfR rät, Vitamin-K-haltige Nahrungsergänzungsmittel in diesem Fall nur unter ärztlicher Kontrolle einzunehmen.
Warum wird Vitamin K2 oft mit D3 kombiniert?
Beide tragen zur Erhaltung normaler Knochen bei. Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme von Calcium bei, Vitamin K wird für Proteine gebraucht, die Calcium im Knochen binden.
Gibt es für Vitamin K eine Obergrenze?
Die EFSA hat für Vitamin K keine tolerierbare Obergrenze festgelegt, weil bei gesunden Menschen keine nachteiligen Wirkungen hoher Zufuhren bekannt sind. Das BfR empfiehlt für Nahrungsergänzungsmittel Höchstmengen von 80 µg Vitamin K1 und 25 µg Vitamin K2 pro Tagesdosis.
Wann nehme ich Vitamin K am besten ein?
Vitamin K ist fettlöslich. Nehmen Sie es zu einer Mahlzeit ein, die etwas Fett enthält, in der auf dem Etikett angegebenen Verzehrmenge.
Quellen
- Verordnung (EU) 432/2012 – Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben.
- EFSA NDA Panel (2017) – Dietary reference values for vitamin K. EFSA Journal 15(5):4780.
- BfR – Höchstmengenvorschläge für Vitamin K in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln.
- Schurgers LJ et al. (2007). Vitamin K-containing dietary supplements: comparison of synthetic vitamin K1 and natto-derived menaquinone-7. Blood 109(8):3279–3283.
- Geleijnse JM et al. (2004). Dietary intake of menaquinone is associated with a reduced risk of coronary heart disease: the Rotterdam Study. J Nutr 134(11):3100–3105.
Haftungsausschluss: Dieser Text dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. Vitamin K ist ein Nahrungsergänzungsmittel, kein Arzneimittel. Im Zweifel oder bei Einnahme von Medikamenten empfehlen wir, zuerst einen Arzt oder orthomolekularen Therapeuten zu konsultieren.
